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Schülerfirma „WAT Konsumgüterproduktion“ Ausgehend von der bundesweiten Diskussion zur Bedeutung der ökonomischen Bildung in der Schule forderten Ausbildungsbetriebe, Unternehmerverbände und Gewerkschaften die Einführung eines eigenen Faches „Ökonomische Bildung“.
Diese gesellschaftlichen Gruppen beklagen die unzureichenden Kenntnisse und Fähigkeiten der Schulabgänger und sehen darin zunehmend ein strukturelles Problem auf dem Ausbildungsmarkt.
Wir hatten nach Vorlage des neuen Rahmenlehrplanes Wirtschaft-Arbeit-Technik ab dem Jahre 2002 die Möglichkeit, dem Anliegen nach „Ökonomischer Bildung“ besser gerecht zu werden, da einerseits eine stärkere Orientierung an die technischen und betriebswirtschaftlichen Bezugsdisziplinen erfolgte, andererseits aber die Verbindung des ehemaligen Faches Arbeitslehre zu den lebenspraktischen Fertigkeiten nicht aufgegeben wurde. Wir haben uns deshalb nach gründlicher Analyse des Rahmenlehrplanes für den Pflicht- und Wahlpflichtunterricht im Fach WAT entschlossen, neben den verbindlichen Lehrinhalten dieses Faches den Schülerinnen und Schülern das pädagogische Projekt „Schülerfirma“ als neue methodische Großform anzubieten, das bezüglich Aneignung technischer und ökonomischer Kenntnisse besonders integrativ ist und das wesentlich höhere Anforderungen an die selbstständige Arbeit in einem „Schul-Unternehmen“ stellt.
Im Jahre 2002 wurde auf der Grundlage der neuen Rahmenlehrpläne die methodische Großform „Schülerfirma“ inhaltlich, methodisch und organisatorisch vorbereitet und mit den Schülern und Schülerinnen der 8. Klasse umfassend diskutiert, so dass der Fachkonferenz und der Schulrektorin ein in sich schlüssiges, langfristiges neues Bildungskonzept im Fach WAT zur Bestätigung vorgelegt werden konnte. Am 01.09.2002 erfolgte die Existenzgründung der „Schülerfirma WAT Konsumgüterproduktion“ mit 7 Schülern und Schülerinnen der 8. Klasse. Wichtige Kerngedanken waren die Langfristigkeit des Projektes, die schrittweise Einbeziehung der Klassen 9 und 10 in die Schülerfirma und die Evaluation und Selbstevaluation der Projektarbeit durch systematische Dokumentation aller unternehmerischen Aktivitäten, eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit und den jährlichen Nachweis der ökonomischen Ergebnisse.
Nach 5-jähriger Geschäftstätigkeit, über deren Ergebnisse die Schülerfirma jährlich auf ihrer Homepage berichtet hat, kann sie neben den erreichten schulischen und ökonomischen Erfolgen auch auf außerschulische Anerkennungen (Erreichen der Finalrunde beim Bundesschulpreis „Fit for Job“ und Gewinn des mit 5.000 € dotierten IHK-Schulpreises 2007 der IHK Cottbus) verweisen. IHK-Schulpreis 2007 |